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 und Blutzirkulation werden angekurbelt, Glückshormone lassen Schmerzen vergessen, das Immunsystem läuft auf Hochtouren:

Das war nicht immer so. Noch im 19. Jahrhundert wimmelten die Straßen von verunstalteten Menschen mit Kröpfen, Abszessen, Furunkeln, lückenhaften Gebissen. Die Gemälde in den kunsthistorischen Museen zeigen ja meist eine Elite, die sich Perücken und  Make-up  leisten konnte und deren Erscheinungsbild von den dienstleistenden Malern ins bestmögliche Licht gerückt wurde. Umso heller leuchtete dann die Schönheit der wenigen Glücklichen, deren Erscheinungsbild religiös und/oder künstlerisch überhöht wurde. Denn der Fetisch „Schönheit“ ist kein neuzeitliches Komplott der Kommunikations-, Beauty-, und Lifestyle-Industrien.

Nofretete s in der berühmten Büste verewigte Augenbrauen, der Hüftschwung der Venus von Botticelli, die Bauchmuskeln des David von Michelangelo zeigen, wie besessen die Menschheit schon lange von körperlicher Perfektion ist. Auch die soziale Wandelbarkeit von Schönheitsidealen wird meist überschätzt. Sicher mag in der Renaissance der dicke Mann attraktiv gewesen sein, weil er sich offensichtlich genug zu essen leisten konnte. Und die sprichwörtlich gewordene Rubensfigur einer Frau mag als Ausweis ihrer Gebärfreudigkeit gelesen worden sein. Aber eigentlich sind die Koordinaten durch die Jahrtausende erstaunlich konstant geblieben – und im Übrigen für beide Geschlechter identisch: symmetrisch, harmonisch, in Maßen muskulös. Und schlank.

Die Vorstellung einer Standard-Vagina hält sich hartnäckig in den Köpfen einiger, während das Bewusstsein für unterschiedliche Penisgrößen und Schaftbreiten regelmäßig durch mediale Debatten geschaffen, geprägt als auch neu definiert wird – und sei es  durch Donald Trumps Äußerungen im US-Wahlkampf .

Die Texanerin publiziert ihre Illustrationen auf Instagram, dort kann sie ihre Ideen auf unkomplizierte Weise teilen und so viele unterschiedliche Frauen ansprechen.  Mittlerweile hat sie über 10.000 Follower und einen eigenen  Webshop , in dem man Sticker und T-Shirts bestellen kann.

Doch erst, seit die zweimalige Grand- Slam-Siegerin Victoria Asarenka  in Wimbledon  mit ihrem sieben Monate alten Sohn Leo zurückkehrte, ist das Interesse an den Tour-Mamas auf einmal enorm. „Ich sage allen immer: Macht es auch, es ist wundervoll“, schwärmt Maria. Doch Familie und Karriere zu vereinbaren ist für keine Frau leicht. Als Profisportlerin – und das mit dauernden Reisestrapazen – ist es eine ganz eigene Herausforderung.

Aber der möchte sich auch  Serena Williams  offenbar im nächsten Jahr stellen, die Amerikanerin erwartet im August ihr erstes Kind und hat ihre Rückkehr angekündigt. „Ich hoffe, dass durch Vika und Serena das Thema größer wird“, sagt Maria. „Wir brauchen nämlich auch auf der Frauen-Tour endlich Krippen – auf der Männer-Tour gibt es die längst.“ Für gleiche Preisgelder mussten sie lange streiten, die Gleichstellung bei der Kinderbetreuung während der Turniere soll zügiger gehen.